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Im Fokus: Eigensinnig. Frauen des Aufbruchs

DAUER

ab Herbst 2021

Frauen, die die Hosen anhaben: Dies ist der Aspekt, der die verschiedenen Bilder verbindet. Nicht nur der Einfachheit halber, sondern auch, um den Pioniergeist von zwanzig Frauen aus der Euregio zu bezeugen; Frauen als Zeuginnen, die über das kollektive Denken hinausgehen und unbetretene und manchmal holprige Wege gehen.

Blättern Sie durch die Bilder. Sie werden wie normale Fotos wirken, die das heute alltägliche Leben darstellen. Wer von uns hat nicht schon einmal eine Frau in Jeans, auf dem Fahrrad oder hinter dem Steuer eines Autos gesehen? Und wie oft gibt es im Zug, Bus oder in der Straßenbahn eine weibliche Lenkerin?

Um zu den Frauen in Jeans zu kommen, die mit dem Auto über die Autobahn rasen, müssen wir einen Schritt zurück in die Vergangenheit machen. Es war das Jahr 1869, als Eugène Meyer das Fahrrad erfand. Der Urahn des Fahrrads ist in die Geschichtsbücher eingegangen, mit dem großen Vorderrad und dem kleinen Hinterrad. Mit diesem stählernen Gefährt begann für die Frauen ein wahrer „Wettlauf in die Zukunft”. 1890 ließ es die Herzen der Radfahrerinnen höherschlagen und brach das Tabu: Frau & Rock. Weg mit dem Rock und her mit Hosenröcken. Hosenröcke zu tragen bedeutet heute, der Mode zu folgen, aber damals bedeutete es, keinen Zugang zu Restaurants oder Hotels zu haben.

Ganz nach dem Motto „Wer hat die Hosen an?” kommen wir zur Straßenbahnfahrerin. Die Straßenbahn hielt 1908 Einzug in Meran und bestand dort bis 1956. Aber wer hat sie gefahren? Während des Ersten Weltkriegs, als die Männer an der Front waren, ergriffen Frauen neue Berufe und ersetzten die männlichen Arbeitskräfte, auch als Straßenbahnfahrerinnen.

Aber Fortschritt bedeutet auch Geschwindigkeit und die Straßenbahn wurde durch das Auto ersetzt. Wie viele von Ihnen haben gesehen, wie die Braut vor der Kirche aus einer Limousine aussteigt? Im Jahr 1926 war das in Terlan eine echte Seltenheit. Hier ist Paula von Campi am Steuer eines Bugatti in Terlan.

Das erklärt also, warum es heute normal ist, eine Frau in Jeans auf der Autobahn rasen zu sehen, denn entgegen dem, was Sie vielleicht denken, ist die Geschichte von Hosen und Motoren auch weiblich.

(c) Frauenmuseum Meran
(c) Frauenmuseum Meran
(c) Frauenmuseum Meran

Öffnungszeiten und Besucherinfos

Frauenmuseum Meran
Meinhardstraße 2
39012 Meran

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Frauenmuseum Meran

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