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Bergwärts. Das militärische Versorgungssystem zwischen der Zugna und dem Hochland

DAUER

29.05.202105.05.2022

Die imposante Befestigung der italienisch-österreichischen Grenze durch die österreichisch-ungarische Monarchie führte zum Bau zahlreicher Festungen auf dem Zimbrischen Hochland und im unteren Trentino. Es war daher notwendig, das Straßennetz, die Eisenbahnlinien und die Kommunikationslinien zu stärken. In Vorbereitung auf die österreichische Offensive im Frühjahr 1916 wurde auf dem Altipiani ein kapillares Transportsystem mit Bahn und Seilbahn entwickelt, um den Bedürfnissen des Krieges im Gebirge gerecht zu werden.

 

Der Sektor mit dem größten technischen und logistischen Aufwand des österreichischen Ingenieurkorps konzentrierte sich zwischen der Etsch und dem Grappa. In ähnlicher Weise baute das italienische Ingenieurkorps, das sich in den besetzten Gebieten nicht auf ein Eisenbahnnetz verlassen konnte, ein dichtes Netz von Seilbahnen, das es ermöglichte, Hunderttausende von Männern in den Bergen über Jahre hinweg zu versorgen, wobei es technische Lösungen anwandte, die in den folgenden Jahrzehnten genutzt werden sollten.

Zu den bedeutendsten Bauwerken gehören die Galerien Strada delle 52 auf der italienischen Seite, die Seilbahn Caldonazzo Monterovere und die Barricata-Straße auf der österreichischen Seite. Das gewählte Konstruktionssystem wurde in der Nachkriegszeit beim Bau großer Seilbahnen für den Personentransport angewandt, unter anderem bei der Seilbahn Merano-Avelengo, die 1922 von Ingenieur Luis Zuegg gebaut wurde.

 

In der im Museo della Guerra in Rovereto eingerichteten Ausstellung ermöglicht eine Auswahl an historischen Fotografien, Filmen, kartografischen Rekonstruktionen und Erinnerungsstücken, das Thema Militärlogistik anhand von vier thematischen und geografischen Schwerpunkten zu erkunden. Ein Abschnitt ist dem Monte Zugna gewidmet, einer dem Pasubio, ein dritter dem zimbrischen Hochlandsektor und einer den logistischen Bemühungen, die Hochebene von Asiago zu erreichen. Der Apparat aus Dokumenten, Bildern und beschreibenden Texten erzählt von den Bemühungen beider Armeen, der italienischen und der österreichisch-ungarischen, Hunderttausende von Männern zu versorgen in dem, was Diego Leoni den “vertikalen Krieg” genannt hat.

 

Geroli. Stazione funicolare. 1916-18 [Archivio MSIG 168_38]
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Öffnungszeiten und Besucherinfos

Museo Storico Italiano della Guerra
Via Guglielmo Castelbarco 7
38068 Rovereto

WEBSEITE

Museo Storico Italiano della Guerra

ÖFFNUNGSZEITEN

ab 27.03.2021
Dienstag-Sonntag: 10.30-18.00 Uhr
Geschlossen am 24., 25., 31.12. und 1.1.

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie können sich Eröffnung- und Ausstellungstermine jederzeit ändern. Darum empfehlen wir Ihnen, vor den Besuch einer Ausstellung die aktuellen Daten auf dem Internetportal der Museen zu überprüfen.